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The Art of Sauna

Der beste Saunaaufguss

13. October 2026·4 min de lecture

Den einen besten Saunaaufguss gibt es nicht, weil Duft Geschmackssache ist. Einen guten Aufguss erkennst du aber an sechs Punkten: Er ist für die Sauna gemacht, hat eine klare Dosierangabe, nennt seine Duftstoffe, lässt seine Ergiebigkeit nachrechnen, trägt die vorgeschriebenen Hinweise auf dem Etikett und passt zu der Art, wie du saunierst.

Dieser Ratgeber geht die Punkte der Reihe nach durch. Am Ende kannst du jedes Aufgussmittel im Laden oder im Onlineshop in wenigen Minuten einschätzen.

1. Für die Sauna gemacht

Ins Aufgusswasser gehört nur, was ausdrücklich dafür gedacht ist. Ofenhersteller wie Harvia schreiben in ihren Anleitungen, dass nur Duftstoffe verwendet werden dürfen, die speziell für Saunawasser gemacht sind. Raumdüfte, Diffusor-Öle oder Badezusätze sind keine Alternative.

Reine ätherische Öle sind ebenfalls kein fertiger Aufguss. Sie lösen sich nicht in Wasser, schwimmen oben und landen fast unverdünnt auf den heißen Steinen. Ein Aufgussmittel enthält deshalb einen Lösungsvermittler, meist Alkohol. Mehr dazu steht im Beitrag Ätherische Öle in der Sauna.

2. Eine klare Dosierangabe

Auf der Flasche muss stehen, wie viel Konzentrat auf einen Liter Wasser kommt. Die Spanne ist groß: Laut einer Untersuchung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) liegen die Herstellerangaben zwischen 4 und 30 ml pro Liter. Ohne Angabe dosierst du nach Gefühl, und das endet meist zu stark.

Gut ist eine Angabe, die sich ohne Messbecher umsetzen lässt, zum Beispiel in Verschlusskappen. Bei unseren Aufgüssen sind es zwei Kappen, also 10 ml, auf einen Liter.

3. Benannte Duftstoffe

„Mit ätherischen Ölen“ sagt mehr als „Duftöl“ oder „Aroma“. Noch besser ist eine Zutatenliste, die die Öle einzeln nennt, etwa Eukalyptusöl, Orangenöl oder Lavendel. Viele Aufgüsse kombinieren ätherische Öle mit synthetischen Duftstoffen. Das ist nicht schlecht, solange es ehrlich angegeben ist. „100 % naturrein“ sollte nur draufstehen, wenn es auch stimmt.

4. Eine Ergiebigkeit, die sich nachrechnen lässt

Der Preis pro Flasche sagt wenig. Entscheidend ist, wie viele Aufgüsse darin stecken. Die Rechnung ist einfach:

  1. Flascheninhalt durch die Dosierung pro Liter teilen. Das ergibt die Liter Aufgusswasser.
  2. Liter Aufgusswasser durch die Menge pro Kelle teilen. Eine Kelle fasst meist höchstens 0,2 Liter, Harvia nennt diese Menge als Obergrenze pro Aufguss.

Ein Beispiel: 333 ml Konzentrat bei 10 ml pro Liter ergeben rund 33 Liter Aufgusswasser. Bei höchstens 0,15 bis 0,2 Litern pro Kelle sind das über 160 Kellen, bei 150 ml pro Kelle über 200. Ein günstiges Konzentrat mit 30 ml pro Liter ist schnell teurer, als der Flaschenpreis vermuten lässt.

5. Ein vollständiges Etikett

Aufgussmittel mit ätherischen Ölen und Alkohol tragen Gefahrensymbole und Sicherheitshinweise. Das schreibt die europäische CLP-Verordnung vor. Enthält ein Aufguss bestimmte allergieauslösende Stoffe, steht ab einer festgelegten Menge der Hinweis „Kann allergische Reaktionen hervorrufen“ darauf. Diese Angaben sind kein schlechtes Zeichen. Sie zeigen, dass der Hersteller seine Pflichten kennt. Fehlen sie ganz, solltest du skeptisch sein.

Wer eine Duftstoffallergie hat, verzichtet laut Stiftung Warentest besser ganz auf Duftaufgüsse.

6. Der passende Duft

Erst wenn die Punkte oben stimmen, kommt der Geschmack ins Spiel. Grob lassen sich drei Richtungen unterscheiden:

  • Klar und kühl: Eukalyptus, Minze, Menthol, Nadelhölzer. Die bekanntesten Aufgussdüfte, beliebt für den ersten Gang.
  • Frisch und kräuterig: Zitrus mit Kräutern oder grünem Tee. Leichter als Menthol, gut für tagsüber.
  • Warm und weich: Orange, Zitrone, Lavendel, Melisse. Viele wählen solche Düfte für den Abend.

Wer oft mehrere Gänge macht, fährt mit zwei oder drei Düften besser als mit einem. Dann passt der Aufguss zur Tageszeit und zum Gang.

Was du dir sparen kannst

  • Konzentrate ohne Dosierangabe.
  • Versprechen über Wirkungen auf Atemwege oder Immunsystem. Die Stiftung Warentest hält fest, dass Düfte im Saunaaufguss vor allem dem Wohlbefinden dienen.
  • Sets mit vielen kleinen Probefläschchen. Sie sind schnell leer und rechnen sich selten.

Die Kurz-Checkliste

  • Ausdrücklich für den Saunaaufguss gemacht?
  • Dosierangabe pro Liter auf der Flasche?
  • Duftstoffe einzeln benannt?
  • Ergiebigkeit nachgerechnet?
  • Gefahren- und Allergiehinweise auf dem Etikett?
  • Duftrichtung passt zu dir?

Wie du das Aufgusswasser danach richtig anmischst und aufgießt, steht Schritt für Schritt im Ratgeber Saunaaufguss selber machen.

Häufige Fragen

Welcher Saunaaufguss ist der beste?

Das hängt vom Duft ab, den du magst. Ein guter Aufguss ist für die Sauna gemacht, hat eine klare Dosierangabe, benennt seine Duftstoffe und lässt seine Ergiebigkeit nachrechnen.

Wie viel Aufguss kommt auf einen Liter Wasser?

Das steht auf der Flasche. Laut DGUV liegen die Herstellerangaben zwischen 4 und 30 ml pro Liter. Bei unseren Aufgüssen sind es 10 ml.

Ist ein teurer Saunaaufguss ergiebiger?

Nicht automatisch. Rechne den Preis auf die Liter Aufgusswasser um, die eine Flasche ergibt. Ein niedrig dosiertes Konzentrat kann trotz höherem Flaschenpreis günstiger pro Aufguss sein.

Kann ich reines ätherisches Öl statt Aufguss verwenden?

Nicht ohne Weiteres. Reines Öl löst sich nicht in Wasser und landet fast unverdünnt auf den Steinen. Ofenhersteller wie Harvia erlauben nur Duftstoffe, die für Saunawasser gemacht sind.

Drei Aufgüsse, nachrechenbar

333 ml Konzentrat mit echten ätherischen Ölen, 10 ml auf einen Liter Wasser, rund 33 Liter Aufgusswasser pro Flasche. Larimar Breeze klar und kühl, Verdelite Uplift kräuterig-frisch, Obsidian Glow warm für den Abend.

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